Musterschüler*in werden

Was ist eigentlich ein*e Musterschüler*in? Und warum sollte man das werden wollen? Braucht man dafür irgendwelche besonderen Lerntechniken oder steckt noch etwas Anderes dahinter? In dieser Rubrik wollen wir Euch Tipps geben und unsere persönlichen Erfahrungen darin teilen, wie man nicht nur im Allgemeinen, sondern auch in bestimmten "Problemfächern" wie zum Beispiel Mathematik oder Physik besser wird. 

  • Yannick Folsche

Studienfinanzierung leicht gemacht: Eine Einführung in BAföG, Stipendium und Co.



Endlich - das Abitur ist geschafft und das Studieren kann beginnen! Doch viele Abiturient:innen sind sich oft nicht sicher, ob sie ihr Studium ohne erspartes Geld oder finanzielle Unterstützung der Eltern bezahlen können. Man kann! Du fragst Dich, wie das geht und was man beachten muss? Dann solltest Du den Browser nicht schließen und mit dem Lesen beginnen!


1. Was kostet ein Studium überhaupt?

Moment - wollten wir nicht darüber sprechen, wie Du Dein Studium finanzieren kannst? Stimmt! Doch vorher sollte Dir bewusst sein, welche durchschnittlichen Ausgaben Du zu erwarten hast. Zuerst die gute Nachricht: Bildung ist in Deutschland an staatlichen Universitäten und Hochschulen (fast) kostenlos. Dennoch musst Du für Dein Studium zahlen: Den Semesterbeitrag und die Lebenshaltungskosten. Der Semesterbeitrag ist abhängig von der Universität oder Hochschule, an der Du studierst, variiert zwischen 50 und 450€ und muss zweimal pro Jahr gezahlt werden (ein Semester = ein Halbjahr). Je nach Bundesland erhältst Du mit den Semesterbeiträgen aber auch ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Hier solltest Du Dich bereits vor Beginn des Studiums auf der Website Deiner (Wunsch-)Universität oder Hochschule informieren. Dies ist aber meist nur ein kleiner Anteil der Kosten, die Du zum Studieren aufwenden musst. Durchschnittlich benötigt ein:e Studierende:r monatlich 819 € zum Leben. Darunter fallen zum Beispiel die Miete oder Lebensmittel, also alles, was Du im Alltag benötigst. Aber Achtung: Besonders die Miete variiert stark. Möchtest Du in München oder Berlin studieren und wohnen, wirst Du hier deutlich mehr Ausgaben haben als in Wuppertal oder Gießen. Informiere Dich über die Mietpreise für Wohngemeinschaften, Studierendenwohnheime oder eigene Wohnungen in der Stadt Deiner möglichen Universitäten oder Hochschulen.


Also: Plane Deine regelmäßigen Ausgaben am besten bereits vor Beginn des Studiums. So hast Du schon mal eine Vorstellung, wie hoch deine monatlichen Einnahmen sein müssen, was uns auch schon zum versprochenen zweiten Teil des Beitrags bringt.


2. Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Nach meinem Abitur war für die meisten Mitschüler:innen in meiner Stufe klar, dass sie ihr Studium mit eigenem erspartem Geld oder nur mit der Unterstützung der Eltern finanzieren können. Darauf konnte ich nicht zurückgreifen - so wie viele andere Abiturient:innen auch nicht. Doch trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, sein Studium eigenständig zu finanzieren. Der Klassiker ist das “Jobben neben dem Studium”. Von Aushilfsjobs in Supermärkten über Nachhilfe für Schüler:innen bis hin zu der Arbeit als Maskottchen im Freizeitpark ist für jede:n ein passender Job dabei. Wenn Du die Möglichkeit hast, suche Dir einen Job aus, der Dir Freude bereitet und den Du gerne neben dem Studium machst. Ein weiterer Bonus: Du lernst neue Leute kennen, hast einen Ausgleich zum Studium und kannst Praxiserfahrung in der Arbeitswelt sammeln!


Etwa 30% der Studierenden nutzen neben Jobs BAföG und Stipendien als Einnahmequelle, um den Großteil des Studiums zu finanzieren. Das sogenannte BAföG (Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist eine Leistung des Staates, um Studierende während des Studiums mit bis zu 825€ pro Monat finanziell zu unterstützen. Der genaue Betrag ist abhängig vom Einkommen Deiner Eltern und Deinem Vermögen. Und woher kommt das Geld? Die Hälfte schenkt Dir der Staat, die andere Hälfte zahlst Du nach dem Studium zurück, wofür Du bis zu 20 Jahre Zeit hast - also eine ganze Menge! Klingt gut? Dann kannst Du bereits jetzt Deinen BAföG-Betrag mit dem BAföG-Rechner schätzen lassen. Wichtig ist: Stelle den Antrag so früh wie möglich. Beginnst du zum Beispiel im Oktober Dein Studium, solltest Du bis Ende Juli alle Unterlagen abgegeben haben, damit Du auch zum Studienbeginn das Geld erhältst.


Eine (zusätzliche) Alternative sind Stipendien. Das sind finanzielle Leistungen von Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen, die Studierende aus verschiedenen Gründen unterstützen möchten. Oft hört man von Schüler:innen “Ist doch eh nur was für 1,0er-Abiturient:innen.” - Kurz und knapp: Das ist absolut nicht richtig. Um ein Stipendium zu bekommen, zählen nicht nur die Noten auf dem Abiturzeugnis. Deine Persönlichkeit und gesellschaftliches Engagement sind für die Stipendiengeber:innen oft viel entscheidender. Zum Thema Stipendien wird es noch einen Blogbeitrag geben, der Dir die Welt der Stipendien im Detail näherbringt. Erste hilfreiche Links zur Orientierung findest Du aber bereits in der Linkliste am Ende dieses Beitrags.


Und wenn das alles nicht ausreicht? Dann gibt es immer noch die Option, einen Bildungskredit aufzunehmen - beispielsweise bei der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW). Hier kannst Du Kredite speziell für Studierende beantragen. Beachte aber, dass Du die gesamte Summe plus Zinsen zurückzahlen musst. Lass Dich zunächst von unabhängigen Stellen wie dem Deutschen Studierendenwerk beraten, bevor Du einen solchen Kreditvertrag unterschreibst.


Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, sich das Studium eigenständig zu finanzieren. Und auch, wenn Geld ein ständiger Begleiter in unserem Alltag und auch im Studium ist:

“Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.” (Albert Einstein)

Du möchtest mehr erfahren? Dann melde Dich beim kostenlosen Beratungsangebot des Aelius Förderwerks. Einfach hier klicken oder eine Email schreiben an beratung@aelius-foerderwerk.de. Wir freuen uns auf Deine Anfrage!

Hilfreiche Links

www.bafoeg-rechner.de

www.stipendienlotse.de

www.stipendiumplus.de

www.mystipendium.de

www.bafög.de


Quelle: http://www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_hauptbericht.pdf

YANNICK FOLSCHE

Hallo, ich bin Yannick. Ich habe Mathematik und Sozialwissenschaften studiert und arbeite als Lehrer an einem Gymnasium. Beim Aelius Förderwerk engagiere ich mich im Beratungsangebot im Team Messe bei der Organisation von Studien- und Berufsorientierungsmessen und leite die Regionalgruppe NRW. Ich freue mich auf Deine Fragen zum Blogbeitrag oder zum Engagement bei Aelius (yannick.folsche@aelius-foerderwerk.de).

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