Musterschüler*in werden

Was ist eigentlich ein*e Musterschüler*in? Und warum sollte man das werden wollen? Braucht man dafür irgendwelche besonderen Lerntechniken oder steckt noch etwas Anderes dahinter? In dieser Rubrik wollen wir Euch Tipps geben und unsere persönlichen Erfahrungen darin teilen, wie man nicht nur im Allgemeinen, sondern auch in bestimmten "Problemfächern" wie zum Beispiel Mathematik oder Physik besser wird. 

  • Elisabeth Badlo

​Dem Motivationstief entkommen

Aktualisiert: Apr 6



Du hast gerade so ein richtiges Motivationstief und suchst verzweifelt nach den ultimativen Tipps, um wieder durchziehen zu können?

Ich werde keine magischen 5 Tipps aufführen, die Du ohnehin schon kennst. Denn offensichtlich haben diese Dir nicht geholfen.

Ich bin sicher, dass wir beide mehr gemeinsam haben, als Du denkst. Auch ich gehörte einst zu den verzweifelten Schüler:innen, die unbedingt gute Noten erzielen wollten, aber denen leider die Motivation fehlte.


1. Visualisierung Deiner Ziele

Eine Sache kannst Du direkt machen: Lege Dir dein persönliches Ziel fest und notiere es. Du kannst dafür beispielsweise ein Heft verwenden oder es auf Deinem Handy notieren. Stelle Dir selbst dabei die Frage "Was ist mein Ziel?".

Halte Dich am besten kurz und prägnant. Du könntest z. B. Deinen Traum-Abischnitt notieren, den Du erreichen willst. Oder auch den Beruf, den Du unbedingt ausüben willst. Du kannst auch ein Bild von deinem Traumhaus nutzen. Was bei mir sehr gut funktionierte, waren "Motivationssprüche" (z. B. aus Pinterest oder Instagram).

Und Du fügst deiner Liste immer einen neuen Punkt hinzu, sobald Du wieder merkst, dass Du in einem Tief bist, bzw. am besten sogar davor.

Das heißt, irgendwann hat deine Liste einige Punkte, die Dir Dein Ziel optimal vor Augen führt. Eine Liste, die Du jederzeit visualisieren kannst, wenn Bedarf besteht.

Also spätestens jetzt: no excuses.


2. Keine Ablenkung

Natürlich gibt es immer noch die toxischen Standards, wie Social Media, von denen man sich unter keinen Umständen ablenken lassen sollte.

Falls man sich aber trotzdem aus Versehen mal auf Instagram und Co verirren sollte (wir sind ja auch alle nur Menschen), so kann man auch da Maßnahmen ergreifen (und trust me, das funktioniert)

Es gibt unzählige Seiten auf Instagram, die motivierende Sprüche posten. Und wenn man seinen Feed durchscrollt und jedes dritte Bild ein solches Bild ist, dann wird einem die Zeit, die man gerade verliert, nochmal um einiges deutlicher.

Was mir viel gebracht hat, ist das Einrichten von Zeit-Limits für Social Media Plattformen. So hat man pro Tag z.B. 45 Minuten Zeit für Social Media, womit Du nicht mehr unbewusst stundenlang auf Instagram versinken kannst.



3. Flow-Zustand

Ein Phänomen, das mir sehr geholfen hat, welches ich selbst lange nicht kannte: der Flow - Zustand. Sobald man diesen Zustand erreicht hat, ist man so im „Flow“, dass man gar nicht mehr aufhören will, zu arbeiten.

Um in diesen Zustand zu gelangen, braucht man natürlich ein wenig Übung aber der Ansatz bleibt immer der gleiche. Es wird Dir nur irgendwann immer leichter fallen, diesen Zustand zu erreichen.

In der Anfangsphase bin ich folgendermaßen vorgegangen: Zuerst habe ich mir eine To-Do-Liste für den Tag erstellt. Dann habe ich mir meine Kopfhörer aufgesetzt und mich erstmal „aufgewärmt“.

D.h. ich fange nicht gleich mit dem Lernen an, sondern zuerst mit unkomplizierten Aufgaben, die man gut mit Musik erledigen kann. Dann steigere ich mich langsam, ziehe die Kopfhörer ab und fange an, richtig zu lernen.

Und in der Regel ist man jetzt im Flow - Zustand und arbeitet Punkt für Punkt seine Liste ab und es fällt einem nicht mehr schwer - es geht also nur darum, reinzukommen und anzufangen.

Eine App, die ich seit Jahren nutze, ist „Forest“. Dort pflanzt man virtuelle Bäume (und sogar echte) auf Zeit und hält so die Zeit, die man effektiv genutzt hat, optimalerweise fest. Man kann sich dann jeweils einen Timer stellen und in dieser Zeit wächst ein kleines Bäumchen heran. Nichts ist motivierender, als zu sehen, dass man in einer Woche so und so viele Stunden gelernt hat und regelrecht einen „digitalen Wald“ geschaffen hat und sich von Woche zu Woche verbessert.

Aber auch hier sei nochmal angemerkt: Motivationstiefs sind normal und auch sehr förderlich für den Prozess. Es wird nicht leicht, aber wenn’s leicht wäre, würden alle super Noten schreiben und erfolgreich sein.


ELISABETH BADLO

Ich bin Elli, bin 19 Jahre alt, komme aus Prien am Chiemsee und studiere Zahnmedizin in München im 3. Semester. Bei Aelius engagiere ich mich in den Bereichen Ideelles Förderprogramm, Qualitätsmanagement und Fundraising / Sponsoring. Bei Fragen und Anmerkungen könnt Ihr mir gerne unter elisabeth.badlo@aelius-foerderwerk.de schreiben. Ich freue mich auf Deine Nachricht!

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