Musterschüler*in werden

Was ist eigentlich ein*e Musterschüler*in? Und warum sollte man das werden wollen? Braucht man dafür irgendwelche besonderen Lerntechniken oder steckt noch etwas Anderes dahinter? In dieser Rubrik wollen wir Euch Tipps geben und unsere persönlichen Erfahrungen darin teilen, wie man nicht nur im Allgemeinen, sondern auch in bestimmten "Problemfächern" wie zum Beispiel Mathematik oder Physik besser wird. 

  • Josefine Klippel

Perspektivwechsel inklusive - Lehramt an Sonderschulen

Aktualisiert: Apr 6



Soziale Gerechtigkeit liegt Dir am Herzen? Wertschätzender Umgang mit Menschen ist für Dich eine Selbstverständlichkeit? Dann könnte das Studium der Sonderpädagogik sehr gut zu Dir passen. Warum? Lies selbst!


1. Was ist Sonderpädagogik?

Doch zuerst ein bisschen Begriffsklärung: Denn Sonder-, Behinderten- und Rehabilitationspädagogik sind nur einige wenige von vielen Namen für ein- und dasselbe Studium. Gemeint ist ein Studiengang, der Absolvent:innen ausbildet, als Lehrer:innen an Sonder- und Regelschulen in der Inklusion zu unterrichten. Inklusion bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet. An Sonder- oder Förderschulen hingegen gehen ausschließlich Menschen mit Behinderung zur Schule.

2. "Behindert sein" - Was bedeutet das?

Warum ich hier von Behinderung spreche, ohne rot zu werden? Weil es sich hierbei um eine gesellschaftliche Kategorie handelt und Behinderung nicht in der Person selbst begründet liegt. Zu abstrakt? Okay, ein Beispiel: Du möchtest ein Museum betreten und der einzige Zugang führt über eine Treppe, die Du nicht benutzen kannst. Du wirst von der Art des Eingangs behindert - kannst das Museum nicht besuchen. Gäbe es zum Beispiel einen ebenerdigen Zugang, hättest Du kein Problem. Ob Du Teilhaben kannst oder nicht, liegt also in der Umgebung - ergo: Gesellschaft. Doch Vorsicht: Auch wenn ich aus wissenschaftlicher Perspektive diesen Begriff neutral verwende, heißt das nicht, dass dies auch für jede:n andere:n in Ordnung ist. Im Zweifelsfall gilt: Sensibel sein, gegebenenfalls nachfragen.


3. Was lernt man im Studium Sonderpädagogik?

Doch zurück zum Anfang: Worum geht es im Studium? Neben Schulpraktika und den Erziehungswissenschaften (inkl. Behindertenpädagogik) studierst Du in der Regel zwei Unterrichtsfächer und zwei sogenannte Förderschwerpunkte, die je nach Bundesland frei wählbar sind. Durch die Förderschwerpunkte legst Du Dein individuelles Profil als Lehrperson fest und entscheidest, mit welchen Arten von Behinderung Du Dich näher beschäftigen möchtest. Zur Wahl stehen: Körper- und motorische Entwicklung, Sehen, Sprache, Hören, Soziale und Emotionale Entwicklung, Lernen und Geistige Entwicklung. In manchen Bundesländern kommt auch der Schwerpunkt Kranke hinzu. Konkrete Inhalte des Studiums sind zum Beispiel Gebärdensprache, Pädagogische Psychologie und Fachdidaktik. Du lernst unter anderem, wie man Themen so aufbereitet, dass alle den Inhalt verstehen und wie besonders schwierige Inhalte geschickt vermittelt werden. Auch Politik und Soziologie sind wesentliche Bestandteile des Studiums, wie am Beispiel mit dem Museum deutlich wird. An vielen Unis ist es Pflicht, entweder Deutsch oder Mathematik als Unterrichtsfach zu wählen, doch keine Sorge. Obwohl ich selber nur mit Mühe und Not durchs Mathe-Abitur gekommen bin, kann ich aus tiefstem Herzen sagen: An der Uni habe ich Mathe erst wirklich verstanden.


4. Welche Möglichkeiten gibt es nach dem Studium?

Auch wenn Du später nicht in der Schule arbeiten möchtest, kannst Du mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Mögliche Studiengänge sind hier zum Beispiel Heilpädagogik oder Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Behindertenpädagogik. Wenn Du überlegst, Sonderpädagogik zu studieren, würde ich Dir allerdings in jedem Falle ein Praktikum oder FSJ empfehlen. Hier kannst Du Fragen stellen, Einblicke in (inklusive) Unterrichtspraxis bekommen und das Arbeitsumfeld kennenlernen. Perspektivwechsel inklusive. Garantiert.


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JOSEFINE KLIPPEL

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